Heinrich-von-Kleist-Park

Die repräsentative Parkanlage liegt westlich der Potsdamer Straße im Bezirk Schöneberg. Der knapp sechs Hektar große Park war von 1506 bis 1679 kurfürstlicher Küchengarten. Ab 1679 erfolgte der schwittweise Ausbau der Anlage zum ersten Botanischen Garten. Der Naturforscher und Dichter Adelbert von Chamisso war hier von 1819 bis 1839 Pflanzenaufseher. Aus den letzten Jahren des Bestehens der Anlage stammt noch der wertvolle alte Baumbestand des heutigen Parks. In der Zeit von 1899 bis 1910 wurde der Botanische Garten nach Dahlem verlegt. Zwischen 1909 und 1911 erfolgte im Zusammenhang mit dem Bau des Kammergerichts die Neugestaltung des Parks durch den Stadtgartendirektor Albert Brodersen. Der Park war hauptsächlich für die Repräsentation des neuen Kammergerichts gedacht, sollte aber auch der Erholung der Bevölkerung dienen. Anläßlich des 100. Todestages des Dichters erfolgte 1911 die Namensvergabe Heinrich-von-Kleist-Park.

Der Zugang des Parks von der Potsdamer Straße flankieren die 1910 aufgestellten „Königskolonnaden“ von Carl von Gontard (1777-1780), die früher ihren Standort an der Königsbrücke, nahe dem Alexanderplatz hatten. An der westlichen Seite des Parks erhebt sich das Gebäude des Kammergerichts, in dem sich von 1945 bis 1990 der Sitz des Alliierten Kontrollrats[ befand. Seit 1992 ist hier der Sitz des neu gegründeten Verfassungsgerichtshofes von Berlin. Vor dem Gebäude stehen zwei monumentale Bronzegruppen „Rossebändiger“ von Peter Jakob Clodts (1842). Sie waren ein Geschenk des Zaren Nikolaus I. und standen bis 1945 vor dem Stadtschloß. Im südlich des Parks an der Grunewaldstraße gelegenen „Haus am Kleistpark“ befinden sich heute das Heimatmuseum und die Musikschule von Schöneberg.

Verkehrsverbindungen: U-Bahn Linie 7 bis Kleist-Park
Bus Linie: M48, M85, 106, 187, 204

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