»Lesung in 10 Runden« Isigym-Boxsport und Literatur-Salon laden ein

Szene Sechstagerennen im Berliner Sportpalast, Potsdamer Straße 170, 10789-Berlin
Szene Sechstagerennen im Berliner Sportpalast, Potsdamer Straße 170 (neue Zählung), 10789-Berlin

Literatur-Salon Potsdamer Straße und Isigym Boxsport Berlin e.V. laden ein

»Lesung in 10 Runden«

Geschichten über den legendären Berliner Sportpalast, gelesen im Boxring an der Potsdamer Straße. Mit Schauboxkämpfen von Jugendlichen.

Reinhold-Habisch genannt Kruecke vom Heuboden pfeifft den Sportpalastwalzer
Reinhold-Habisch genannt Krücke vom Heuboden pfiff den Sportpalastwalzer beim Berliner Sechstagerennen

Wann: Samstag, 20. Oktober 2012, 17 Uhr

Wo: im Isigym Boxsport Berlin e.V., Potsdamer Straße 152, 10783 Berlin

Lesung und Gespräch mit

Verkehrsverbindungen: U2 Bülowstraße
Bus M19, M48, M85, 106, 187 Bülowstraße

29. Februar 1924 im Sportpalast: Paul Samson-Körner (Foto links) wird Deutscher Boxmeiste und zeigt Bert Brecht (Foto rechts), was ein Verfremdungseffekt ist.
29. Februar 1924 im Sportpalast: Paul Samson-Körner (Foto links) wird Deutscher Boxmeister. Auf dem Foto zeigt er Bert Brecht (Foto rechts), der im Publikum gesessen hatte, was ein Verfremdungseffekt ist.

Eintritt frei!

http://schoeneberger-norden.de/Charme-Offensive-Lesung-in-10-Runden.3283.0.html

Eine Veranstaltung im Rahmen der Charme-Offensive Potsdamer Straße 2012
Gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms “Zukunftsinitiative Stadtteil” Teilprogramm “Soziale Stadt”.

http://schoeneberger-norden.de/Charme-Offensive-2012.3188.0.html

 

Berliner Sportpalast

Die Sportarena Berliner Sportpalast, deren Haupteingang dort war, wo heute das Pyramidenklettergerüst auf dem Innenhof-Spielplatz des Sozialpalastes steht, war Ort für große Wettkämpfe verschiedener Sportarten:

  • Fahrad-Rennfahrten beim Berliner Sechstagerennen,
  • Boxkämpfe mit den Boxlegenden Franz Diener, Max Schmeling, Rukeli Trollmann, Gustav Eder, Willy Jaeckel in den 20er-Jahren, Karl Mildenberger und Bubi Scholz in den 50er-Jahren,
  • Schlittschuh- und Eiskunstläufe auf der innovativen Kunsteisbahn vor hundert Jahren, die auch
  • Eishockey erstmalig in Berlin zum Publikumsrenner machten. Nach Startschwierigkeiten de nach dem Ersten Weltkrieg regelmäßig pleitegefährten Arena wurde der Palast auch als
  • Kino in den [[Goldene Zwanziger|Goldenen Zwanzigern]] genutzt.
14. Feburar 1955 im Sportpalast. Europameister Heinz Neuhaus boxte unentschieden gegen Henry Hall aus den USA.
14. Feburar 1955 im Sportpalast: Europameister Heinz Neuhaus boxte unentschieden gegen Henry Hall aus den USA.

Der Sportpalast war aber auch Ort für berühmt und berüchtigte Konzerte: der Komponist Richard Strauss dirigierte 1910 dortselbst höchstpersönlich Beethovens  9. Sinfonie zu Eröffnung des rutschgefährlichen größten Eispalastes. Der Sportpalast wurde damals noch „Hohenzollern-Sport-Palast“ genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg führten Konzerte von Bill HaleyFrank Zappa und Jimi Hendrix1958, 1968 bzw. 1969 zu großer Randale.

Ende der Zwanziger Jahre wurde die inzwischen bekannte Sportlocation zum Ort der (gewalttätigen) politischen Auseinandersetzung:  Nazis und Gewalttäter jeder Coleur lieferten sich im und vor dem Palast auf der Potsdamer Straße Straßenschlachten mit der Polizei und untereinander. Im Sportpalast wurden Massenveranstaltungen durch alle großen Parteien abgehalten: SPD, [[Zentrum]], [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]], [[KPD#1923.E2.80.931927:_Fl.C3.BCgelk.C3.A4mpfe_und_der_Auftakt_zur_.22Stalinisierung.22|KPD]] und [[NSDAP#Reorganisation_und_Splitterpartei_1924.E2.80.931930|NSDAP]].

17. April 1925: Gemeinsamer Wahlkampf der Parteien SPD, DDP und des Zentrums im Sportpalast mit dem Reichskanzler a.D. und Reichspräsidentenkandidaten Wilhelm Marx

Im so genannten Dritten Reich, der Hitlerzeit, gab es kaum noch Sportveranstaltungen im Sportpalast, Hitlers Propagandaminister Goebbels bezeichnete den Sportpalast als unsere Tribüne. 1943 inszenierte er seine unüberlegt mit ja-Geschrei beantwortete Frage, ob das Publikum den totalen Krieg wolleDie Quittung erhielten die Berliner und der Sportpalast am 30. Januar 1944, als das Gebäude ausgebombt wurde: im Mai 1945 war die ganz Berlin ein Trümmerhaufen. Bis zur Errichtung eines Notdaches 1949 wurde unter freiem Himmel weiter Veranstaltungen abgehalten, das Notdach hielt bis 1973, als der Sportpalast engültig zugunsten des Sozialpalastes (heute Pallasseum) abgerissen wurde.

Berlin Sportpalast in-den 1950er Jahren. Kreuzung Potsdamer-Straße Ecke Pallasstraße. Im Vordergrund rechts unten die Goebenstraße. Im Hintergrund rechts oben: Winterfeldtstraße. Die Jacobi-1880 Weinbrand Reklame am Haus Potsdamer Straße 168 wurde erst 2006 entfernt.
Berlin Sportpalast in-den 1950er Jahren. Kreuzung Potsdamer-Straße Ecke Pallasstraße (im Vergleich 2008 bei Google-Streetview). Die Goebenstraße im Vordergrund rechts unten. Im Hintergrund: Winterfeldtstraße. Die Jacobi-1880-Weinbrand Reklame am Haus Potsdamer Straße 168 wurde erst 2006 bei der lange überfälligen Sanierung des Hauses entfernt. Links oben unterhalb der Antenne das [[Winterfeldtstraße#Fernmeldeamt_Winterfeldtstra.C3.9Fe |Fernmeldeamt Winterfeldtstraße]], wo der RIAS bis 1966 über [[Winterfeldtstraße#Fernmeldeamt_Winterfeldtstra.C3.9Fe|Drahtfunk]] gesendet wurde. Durch das Fernmeldeamt liefen auch alle Westberliner Telefonleitungen zur Richtfunkstrecke nach Westdeutschland. Fotos: Wikipedia/Bundesarchiv.

 

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