Spatzen-Feinkost: Bücherecke am Winter­feldt­platz

Auf die Frage, warum er die 60er-Jahre-Leuchtreklame Feinkost über seinem Buchladen Bücherecke Ecke Maaßenstr./Nollendorfstraße nicht ersetzt, meint Buchhändler Rainer Bartusch, dass Spatzen zwischen den Röhren nisten und er deshalb beschlossen habe, die Schrift an der Fassade zu lassen.

In seinem Buchladen, der ein wenig an die legendären Heinrich-Heine-Buchhandlung am Bahnhof Zoo erinnert, findet man erlesen-aktuelle Feinkost aus der Druckerpresse: nicht nur Bestsellerlisten-Geheimtipps, sondern verschwundenes, wovon man bei Reich-Heiden-Scheck-Ranicki-Löffler-Karaseck schon des längeren gelesen hatte, dann aber ins Hinterstübchen und die Zukunft verschob: bei Bartusch wird man fündig. Wie bei Heinrich Heine oder Alfred Kerr. Schon das Schaufenster zur Maaßenstraße erlaubt einen kleinen Eindruck.

Das zweite große Schaufenster – zur Maaßenstraße hin – ist spezialisiert auf Kinderbücher, die ebenfalls zum Schwerpunkt der Buchhandlung zählen. Samstags ist es allerdings mit der Ruhe vorbei: neben Markt- und Laufpublikum singt dann regelmäßig eine Liedergruppe der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeine Hohenstaufenstraße, um Besucher für Jesus zu begeistern.

2 Antworten auf „Spatzen-Feinkost: Bücherecke am Winter­feldt­platz“

  1. Sehr geehrter Herr Bartusch,

    sehr wahrscheinlich ist es ja nicht, daß Sie sich am morgigen Dienstag Abend nach getaner buchhändlerischer Arbeit gaaaaaaaaaanz entsetzlich laaaaaangweilen …

    Falls aber doch, so lade ich Sie herzlich zu einer Lesung in Berlin ein: Mein Berliner Autor Michael Wäser, der vor zwei Jahren bei mir den Roman »In uns ist Licht« vorgelegt hat, liest aus seinem druckwarmen Buch »Familie Fisch macht Urlaub« – ein ganz besonderer DDR-Roman insofern, als er von der Republikflucht einer fast 10-köpfigen Erfurter Familie just in dem Moment erzählt, da die Mauer gebaut wird, und nicht die sich zuspitzende Politbüropolitik treibt die Fischs zur Flucht, sondern die sich androhende Einquartierung der befehlsgewaltigen Schwiegermutter in das ohnehin leidlich enge Quartier der Familie Fisch …

    Michael Wäser, der das als ausgebildeter Schauspieler und langjähriger Betreiber der Pankower Lesebühne auch wirklich kann, liest am morgen, am 29.10. um 19:30 Uhr, im Studio 22 von Anette Wörner (Levetzowstraße 22, Moabit) im Rahmen des Autorenkreises der Bundesrepublik. Ich werde selbst im Sinne sorgsamer Autorenbetreuung anwesend sein – und würde mich herzlich freuen, Sie begrüßen zu dürfen.

    Mit den schönsten Grüßen in die Hauptstadt,

    Ihr Axel Dielmann

    http://dielmann-verlag.de/de/content/Waeser_Michael/~nm.18~nc.57/Gesamtliste.html

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Adresse
Winterfeldtstraße Ecke Gleditschstraße
10781 Berlin-Schöneberg

Öffnungszeiten
Mittwochs: 8–14 Uhr
Samstag: 8–16 Uhr

An gesetzlichen Feiertagen (z.B. 1. Mai) kein Markt.